Immer teurer

In Bielefeld klettern die Mietpreise. Der neue Mietspiegel gibt für die kommenden zwei Jahre verbindliche Orientierung.

Bereits der Mietspiegel 2024 zeigte Steigerungen von rund 8 Prozent in den Bereichen, in denen am häufigsten zur Miete gewohnt wird. Mit dem neuen Bielefelder Mietspiegel setzt sich dieser Trend fort. Erneut steigen die Mieten deutlich. Zwei Beispiele: In der Baualtersklasse 1950 bis 1960 ist der mittlere Wert – »Median« genannt – weiter geklettert, je nach Wohnungsgröße von zuvor 6,48 Euro auf 6,58 bis 8,87 Euro. In der Klasse 1978 bis 1994 steigen die Mieten im mittleren Wert von 7,21 auf 7,22 bis 9,72 Euro, abhängig von der Größe. Je kleiner die Wohnungen, desto höher die Kaltmiete pro Quadratmeter. Die Steigerungen sind zum Teil erheblich. »Die Miete ist für Mieter inzwischen ein echtes Problem, da die Einkommen nicht entsprechend steigen. Die Miete ist fix, andere Dinge wie Lebensmittel und Energie werden auch teurer, und da muss dann gespart werden«, sagt Sarah Nagel, Geschäftsführerin des Mieterbund OWL. Der neue Mietspiegel gilt rückwirkend ab 1. März 2026 für zwei Jahre. Es handelt sich um einen qualifizierten Mietspiegel, für den wissenschaftlich begleitet zuvor Stichproben von gut 7.000 Mietwohnungen gezogen wurden. An der Erstellung waren neben der Stadt Bielefeld, Haus und Grund Bielefeld der Mieterbund OWL beteiligt. Er kam mit dreimonatiger Verspätung heraus, weil das Institut, welches beauftragt war, zwischendrin in die Insolvenz ging und ein neues gefunden werden musste.

Durch Gesetzesänderungen ist der Mietspiegel differenzierter geworden. Die 18 Tabellen bilden jeweils die Mietspannen für verschiedene Wohngrößen in Baualtersklassen und Wohnlage ab. »Transparenz finden wir gut, es sollte allerdings nicht unübersichtlich werden, sonst droht der Mietspiegel an Aussagekraft zu verlieren«, fügt Sarah Nagel an.